@ Pogo und Andiamo
Als Tobi mit 4-5 Monaten zu uns kam, war klar das der Start nicht ganz einfach war. Vor allem Menschen gegenüber war Tobi sehr unsicher. Im Dunkeln hat er geknurrt, im Hellen ist er dann mit gesenkten Schwanz gern zurück gewichen. Die damalige Hundetrainerin gab mir die Prognose das Tobi wenn nichts passiert zum "Angstbeisser" wird (So als völlig unbedarfter Ersthundebesitzer war das schon schlimm, eigentlich war ja das "Hier" beibringen schon eine Herausforderung

). Tobi hatte damals vor allem mit ihr Probleme gehabt, die sich so geäußert haben, dass Tobi ihr ganz deutlich aus dem Weg gegangen ist. Tobi blieb zwar beim Kommando Bleib, aber wenn sie sich ihm näherte schlich Tobi dann zu mir. Ich erkläre es mir mittlerweile so aufgrund anderen ERfahrungen mit Tobi, das Tobi nicht gerne laute offensive Menschen mag. Die Trainerin war es damals letzendlich schon allein damit alle sie verstehen. Aber wenn ich so einen Trainer sehe wie in dieser Vox-Doku, der dann da auch noch mit so rupigen MEthoden laut brüllend im Kasernenton die Leute scheucht, Hund und MEnsch unter STreß setzt und gleichzeitig viel zu viele Hunde zusammen schmeißt, die untereinander freilaufend nicht gerade schmusen würden... Genau ihm traue ich zu, Tobi soweit zu bringen, dass Tobi beißt. Vor allem wenn ich Tobi da auch noch allein lassen würde.
@Raffo
Ich hab bei Tobi in den letzten Monaten die ERfahrung gemacht, wenn ich ihm erstmal auf Nahe Distanz mit Hilfe von Leckerlis beibringe direkt auf mich zu reagieren, klappt es auch ihn aus dem Schnüffeln mit einem Hier direkt herzurufen. Ok, seit dem Umzug hatte ich dann wieder mangels Zeit und Nerven geschlampt und klappt seit einem Monat leider wieder nicht mehr so zuverlässig

. Ich fand aber nicht das Tobi dadurch dressiert war.
Dazu generell, natürlich hat jeder Hund seine Eigenarten und ich wäre traurig wenn Tobi sie nicht hätte. Von einem gemütlichen Spaziergang in Regen mit Tobi werde ich in hundert Jahren noch träumen dürfen. Ich mag Tobi auch nicht durch hohes nasses Gras zwingen wie damals in der Hundeschule. Wichtig ist aber trotzdem das er auf ein Hier zuverlässig hört. Und wenn er dafür einen anderen Weg als durchs nasse Gras findet, ist mir dabei egal und bringt mich sonst eher zum shcmunzeln

. Das "Hier" finde ich ist das wichtigste aber auch gleichzeitig das schwierigste Kommando, wenn man nicht auf Glück hoffen möchte

.
@Kaykoo
Yipp, so ähnlich läuft es mit Tobi die letzten Monate. Je mehr positive Erfahrungen Tobi gesammelt hatte, desto besser lief es dann auch. Eine negative Erfahrung sorgte dann aber auch schonmal dafür, dass die nächste Begegnung ich dann so managen musste, dass sie positiv verläuft, damit dann die nächste Begegnung wieder gut läuft usw.. Mittlerweile gibt es auch kaum noch Probleme und wenn doch noch, kann ich von vorne herein total entspannt agieren, weil die Nerven nicht blank liegen

. Womit finde ich solche Situationen für uns beide nicht mehr zum tragen kommen. Meine Schwester war die Woche auch total begeistert. Ok, das Tobi sich durch den Zaun unbedingt in den Garten zum GoldenRetriever schleichen musste, weil er ihn kannte und ihm unbedingt Hallo sagen musste, fand ich jetzt nicht so super und hätte es nicht zugelassen. Wobei meine Schwester generell es da einfacher mit Tobi hatte, weil sie zu Tobi aufgrund nicht gemachter Erfahrungen ein ganz anderes Vertrauen hatte als ich.
Aber Tobi war eben bei unserer Inlineskate-Tour auch angeleint zu freilaufenden Hunde total klasse. Das ist mir halt wichtig, das es egal wie in welcher Kombination funktioniert. Vor allem auch mit Leine. Ich muss nur noch das Beruf und Tobi Problem gelöst kriegen

. Sonst fange ich mit Tobi nachher wieder von vorne an.