Re: Hanseaten an Deck...
Profifussball ist für mich sowieso eine Sache, die verboten Gehört. Ist ein Paradebeispiel für einen Fall, in dem Profite privatisiert und Kosten sozialisiert werden.
Wenn es nach mir ginge, dann würde nicht ein einziger von meinem Steuergeld (unter-)bezahlter Polizist seine Knochen hin halten, damit die Bratzbirnen nicht aneinander geraten, sondern die Vereine/Verbände würden strenge Auflagen bekommen, wie viele Sicherheitskräfte sie pro 100 Zuschauer im und um die Staien herum zu stellen haben, und die dürften sie dann aus der Vereinskasse schön selbst bezahlen, zu einem Mindestlohn von 25,- EUR pro Stunde. Für von Hooligans angerichtete Sachschäden ist außerdem zu gleichen Teilen von beiden am Spiel beteiligten Vereinen/Verbänden zu 100% Schadensersatz zu leisten.
Ich fände das gerecht.
Nur leider findet das nicht statt. Warum nicht? Weil Fußball einerseits ein Massenphänomen und andererseits keine Sache rationaler Entscheidungen ist, sondern eine höchst emotionale Geschichte. (Erwachsene) Menschen verlieren regelmäßig ihren Lebenssinn, wenn ihre Vereine absteigen oder auch nur verlieren. Das vernunftbegabte Denken setzt aus und die Emotionen übernehmen das Handeln. Der Gegner im Spiel wird zum Todfeind im Leben.
Für den Bau von Fußballstadien wurden in Südafrika zur WM Menschen ihre Existenzgrundlage entzogen. Ist ja auch logisch, Menschen (und Straßenhunde) gibt es genug, WM/EM ist nur alle vier Jahre.
Mal ehrlich, ich erwarte in dieser Welt kein Verständnis mehr von der Masse der Menschen für das Schicksal namenloser Straßenhunde.
schrieb am 18.12.2011 18:15 Uhr
(Beitrag melden!)