Re: Mein mein rüde ist aggressiv gegen anderen rüden
@Elmo:
Mit dieser pauschalen Aussage in Bezug auf die kastration musst du sehr vorsichtig sein, weil sie definitiv FALSCH ist ^^
Es ist in keinster Weise immer so, dass die Dominanz dann nicht mehr so ausgeprägt ist, sie kann gerade bei Hündinnen sich noch verschärfen, gleichbleiben oder abnehmen.
Und ein ruhiges Leben haben.....ich könnte dir kastrierte Hunde zeigen da hättest du alles andere als ein ruhiges Leben.
Es ist schade, das einige Hundehalter immer noch ihre Tiere aus reiner Bequemlichkeit und vor allem NICHT KOMPETENTEN HINTERGRUNDWISSEN generell mal eben so kastrieren lassen :-(
Wer ein ruhiges leben haben möchte sollte sich ein Hamster oder sowas kaufen, sorry, aber keinen Hund der in der Entwicklung ist.
Ich hoffe, der Fradesteller denkt nach und und rennt nicht zur Kastration sondern arbeitet erstmal mit seinem Hund.
Ich würde den Hund erstmal GARNICHT kastrieren und erstmal abklären woder das kommen könnte wenn möglich, ansonsten mal einen guten Trainer nehmen und mit dem Hund ARBEITEN.
Das wäre hier der Weg :-)
Zudem ist der Hund in der Pubertät und dieses Verhalten ist völlig normal und mit entsprechendem Verhalten des Halters auch gut in den Griff zu bekommen, sehr gut sogar.
Und wenn wirklich einer seinen Hund eierlos machen muss, weil er sonst nicht in der Lage ist, mit dem Problem sinnvoll umzugehen oder aber es wirklich alles nichts geholfen hat, dann nimmt man erstmal den Chip und guckt ob das überhaupt helfen würde, was beileibe nicht gesagt ist, bevor man das Tier zum Eunuchen macht und ihm auch noch dem Risiko der Narkose, der schlechten Wundverheilung ect. aussetzt.
Ausserdem ist für mich die Frage, ob es bei dem hier geschilderten Problem überhaupt Dominanz ist. Ich fürchte eher nein. Aggression hat nämlich erstmal gar nichts mit Dominanz zu tun, eher mit Unsicherheit, falsche Sozialisierung, falsche Erziehung, neuer Halter ectectect.
In der Pubertät blubbern Rüden gerne mal rum und testen auch wie weit sie gehen können usw. Eigentlich wie bei pubertierenden Jugendlichen, das ist völlig normal entwicklungstechnisch und überhaupt keine Indikation einen Hund zu kastrieren.
Das gehört zur geistigen Entwicklung dazu. Punkt.
hier ist halt der Halter gefragt, der wissen sollte, wannn greif ich ein, wann nicht und wenn ich eingreife wie am sinnvollsten.
Es ist nämlich gar nicht immer sinnvoll einzugreifen, man muss schon wissen, wann es dinnvoll ist. Hunde lernen genau wie Menschen auch und diese Möglichkeit bekommen meine Hunde so oft wie möglich in Auslaufgebieten, bei Treffen usw. Wenn der anderer Rüde sozial kompetent und souverän ist und Olli zu frech, dann regelt der Rüde das, nicht ich, denn der Rüde ist sehr viel erfolgreichreicher in solchen Sachen.
Er nimmt mir Arbeit ab und Olli lernt sich zu unterwerfen, wie wiet er gehen darf und das er halt nicht immer der Grösste ist.
Eingreifen tu ich wenn der anderer Rüde sozial nicht kompetent ist z.B.
Alle meine Rüden bisher waren dann souveräne, sozial kompetente Hunde mit denen es nie Probs gab und alles kommunikationstechnisch einwandfrei zwischen Rüden ablief.
Wer immer eingreift und alles unterbindet, der muss sich nicht wundern, wenn der Hund später Defizite aufweist, hatte er doch nie die Möglichkeit selber Erfahrungen zu machen in der Phase.
LG
Petra, luzie und Olli
schrieb am 19.07.2011 11:30 Uhr
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Luzie geändert am: 23.04.2012 13:04 Uhr