Mein "bockiger" Podengo
Hab mir so ziemlich alle Erziehungsbeiträge im Forum durchgelesen, aber nicht die richtigen Schlussfolgerungen für mich ziehen können. Eins ist mir vollkommen klar: Erziehung Hund bedeutet ausschließlich Erziehung Mensch zur Konsequenz (und schwer wird´s mir manchmal, könnter glauben!). Konkreter Fall meiner Hilflosigkeit: Elsa und icke wollen auf Tour, die große 3(min.)Stundenrunde. Wir gehen los. Erst zum Pieseln oder mehr. Und dann geht das Drama los. Bei jeder Weggabelung schlägt mein Elschen mir eine andere Richtung vor.
Ja, mein Hund läuft vor mir. Reagiert aber auf Zungeschnalzen auf mich und wechselt die Richtung mit mir. Eigentlich, doch in letzter Zeit mal wieder nich. Ja auch, mein Hund schläft in meinem Bett. Aber schon das Öffnen des Schlafzimmerfensters, wenn meine Schlafenszeit gekommen ist, veranlasst sie, das Bett zu verlassen.
So eine Phase, wie o.g., hatten wir schon mal. Da bin ich immer wieder zurück zu meiner „bockigen“ Elsa und hab sie quasi bei Fuß wieder aufgenommen und wir sind zusammen weiter gelaufen. Das funzt nun jetzt mal gerade gar nicht.
Gestern hab ichs halt mit Ignorieren versucht. Bin also weiter gelaufen und hab Elsefell mit gezogen. Also, ich hab sie nicht hundert Meter weiter geschleift, etwa zwei, drei Schritte. Dann gings ne Weile. Bin einfach immer weiter gelaufen. Elschen hat ab und zu mal zu mir hoch geschaut: He, wassen los mit dir? Hab aber nicht reagiert. Zwischendurch bei Straßenüberquerungen Halt am Bordstein ohne Worte Sitz und weiter bei Fuß mit Zungeschnalzen.
Ein paar Kilometer später war mir das Nebenhergelatschte zu langweilig und ich hab wieder Kontakt zu meinem Elschen aufgenommen mit Zu-mir-rufen und und Spielchen und Schnüffeln lassen (warn ja schließlich im Wald). Dann ging der Kram von vorne los.
Mich macht das richtige fertig, wenn so eine Hunderunde unharmonisch (für mich) abläuft. Naja, wir haben dann noch schön gespielt, wobei ich auch ein paar Gehorsamkeitsübungen mit einfließen lassen. Sind dann doch noch entspannt zu Hause angekommen.
Ist alles ein bisschen lang geworden. Aber das Problem ist noch dasselbe, wie vor hundert Worten. Unsere üblichen Rundgänge sind eigentlichen immer abwechslungsreich: Toben auf Hundewiese mit annere Hunds, Bällchen- und Suchspiele, Zerrspiele, Springen, und immer wieder gelernte Dinge üben. Noch als Ergänzung.
Danke für Eure Geduld beim Lesen
von Elsa und Ellen
schrieb am 23.06.2011 13:35 Uhr
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