Hallo Djego,
willkommen bei den Stadthunden, ich denke, hier kannst Du eine Menge Informationen bekommen
Als erstes würde ich Dir ein gutes Buch über Welpen und Hundeerziehung empfehlen, denn die angesprochenen Themen sind grundsätzlicher Natur und 'nur mal ein Tipp' wird da wahrscheinlich nicht reichen

Auch würde ich Euch eine gute, kompetent geführte Welpengruppe ans Herz legen, denn dort hat man für Eure Fragen immer ein offenes Ohr und kann alles aus nächster Nähe anleiten - das ist uns in einem Forum leider nicht möglich.
Damit wir besser helfen können, wäre es super, wenn Du etwas ausführlicher berichten könntest über Deinen Kleinen.
-Woher hast Du ihn, wie lange schon?
- Wie oft geht Ihr am Tag heraus, wie versucht Ihr die Stubenreinheit aufzubauen?
- Macht er auch draußen Pipi, oder 'vergisst' er es möglicherweise, weil alles so aufregend draußen ist?
- Wohin macht er Pipi, wenn er drinnen ist?
- Was knabbert er an und in welchen Situationen? Immer, oder nur wenn er alleine ist?
- Ist er tierärztlich untersucht, entwurmt und geimpft? Nur, damit man einen übermäßigen Hunger durch eine Erkrankung/Verwurmung ausschließen kann.
Als erste Ansätze:
Stubenreinheit:
1. Achtet darauf, dass Euer Kleiner sich draußen löst. Wenn er nicht Pipi machen möchte, versucht folgendes: Spielt etwas mit ihm, damit er sich entspannt und locker wird. Bewegung lockert auch die Verdauungsorgane. Danach geht auf eine langweilige Wiese, wo es wenig Ablenkung gibt, und beschäftigt ihn nicht weiter. Oft finden Welpen draußen einfach alles viel zu aufregend, um sich lösen zu können - wenn alles langweilig ist, kommen sie eher auf die Idee.
Probiert auch verschiedene Untergründe aus - viele Welpen mögen es nicht, auf harte Untergründe Pipi zu machen, und anderer wollen einfach nicht dabei beobachtet werden. Zuhause solltet Ihr Euren Welpen unbedingt genau im Auge behalten. Sobald er anfängt, unruhig auf dem Boden herum zu schnüffeln, nehmt Ihr ihn auf und bringt ihn hinaus. Vergesst bitte auch nicht, ihn immer ausgiebig zu loben und zu belohnen, wenn er draußen sein Geschäft gemacht hat!
2.Anknabbern:
Das ist eine normale Erscheinung bei Welpen. Wenn er sich an Möbeln vergreift, solltet Ihr ihn sanft, aber bestimmt daran hindern. Übt das Kommando "Nein!" jetzt schon. So könnt Ihr es einsetzen und ihm damit klar machen, dass Möbel Tabu sind. Da Welpen ein natürliches Kaubedürfnis haben, solltet Ihr ihm allerdings eine Möglichkeit bieten, auf etwas anderem herum zu kauen.
Für Welpen gibt es spezielle, weichere Kaustangen, auch ein zarteres Rinderohr wäre gut geeignet. Spielzeuge, auf denen es sich hervorragend kauen lässt - zum Beispiel der Kong Puppy - sind auch eine gute Idee. Wichtig ist, dass Ihr spezielle Kau-Spielzeuge kauft - alle anderen Spielsachen können gefährlich werden, wenn der Hund darauf herum kaut. Der Kleine braucht unbedingt Kau-Artikel, denn der Zahnwechsel steht Euch noch bevor, und da wird der Knabberdrang noch schlimmer
3. Fressen und Klauen.
Erst einmal solltet Ihr abklären, ob der Kleine rundum gesund ist und nicht etwa ein Wurm-Problem hat, dass er immer so ausgehungert ist. Woher habt Ihr ihn denn, wo kommt er ursprünglich her? Wenn mit ihm soweit alles in Ordnung ist, müsst Ihr einfach schneller und schlauer sein als Euer Hund.
Lasst nichts unbeobachtet herumliegen. Will er etwas klauen, nehmt ihn sanft weg und hindert ihn souverän daran, bevor er es stehlen kann. Es ist wichtig, dass er gar nicht erst die Gelegenheit bekommt, zu einem chronischen Dieb zu werden. Auch hier solltet Ihr dringend übend, dass er weiß, wann etwas tabu ist, und dass er das Verbotswort "Nein!" kennt.
"Nein!" könnt Ihr z.b. aufbauen, indem Ihr Euch vor Euren Hund setzt und ihm ein Leckerchen in der offenen Hand zeigt. Sobald er es schnappen möchte, schließt Ihr die Faust, so dass er nicht dran kommt, und Ihr sagt gleichzeitig mit tiefer, bestimmter Stimme: "Nein!" Er wird erst einmal verdutzt reagieren. Versucht er, an der Faust herum zu knabbern, bleibt sie geschlossen.
Alle Versuche, zu betteln oder an das Leckerchen zu kommen, werden ignoriert. Erst, wenn er brav ist, öffnet Ihr die Hand und gebt ihm mit einem freundlichen Freigabekommando (zb: "ok!") das Leckerchen. Euer Hund soll lernen, dass es sich gar nicht lohnt, sich über ein "Nein!" hinweg zu setzen, weil man auf diese Weise eh nicht das bekommt, was man wollte. Wichtig ist, dass Ihr dabei konsequent seid - Euer Hund muss schon wissen, dass ein Nein ein Nein ist und nicht ein "Vielleicht" oder ein "Naja, ok, dann mach doch einfach..."
Auch wenn er in der Wohnung etwas antellt, sagt Ihr mit tiefer, bestimmter Stimme: "Nein!" und nehmt ihn sanft und souverän weg. Auch zehn oder zwanzig Mal hintereinander, wenn es sein muss. Wenn Ihr konsequent seid, wird Euer Welpe bald wissen: "Nein!" heisst, ich soll etwas lassen - und es bringt eh nichts, es trotzdem zu versuchen.
Aber wie gesagt: Ein gutes Buch über Welpen und Hundeerziehung sowie eine Welpengruppe empfehle ich Euch trotzdem :-)
Halt uns doch bitte auf dem Laufenden!
Viel Erfolg,
Julia & lupold
P.S. Ich sehe gerade in Eurem Profil, dass Djego im April geboren ist - also doch schon 6 Monate alt ist? Dann ist er damit bereits im Zahnwechsel - und das Knabbern ist kein Wunder