Zitat von Patscho vom 26.07.2010 20:21Was man ihr einmal gegeben hat und was dann in ihrem Körbchen liegt ist ihres, warum fasst man das überhaupt wieder an?
Ganz einfach: Weil man der Rudelchef ist und man in der Regel ALLES wieder von seinem Hund wegnehmen können sollte, was man ihm mal überlassen hat. Hallo, ich würde ausrasten wenn mein Hund auf die Idee kommen sollte nach mir zu schnappen, weil ich ihm seinen Knochen wieder wegnehmen will. Mag sein, dass in einem Hunderudel der Ranghöhere keinem niederrangigem Tier seine Beute wieder wegnehmen würde, aber wir leben hier in einem Menschenrudel und da gibt es manchmal etwas andere Regeln. Mein Hund hat sich von mir ALLES wegnehmen zu lassen ohne zu knurren oder Schlimmeres. Und das hab ich ihm sogar ganz ohne Gewalt beibringen können, sondern mit Streicheleinheiten und ab und an mal einem Leckerli. Versteh das Problem grad nicht.
Schwierig ist die Situation allerdings, wenn der Hund den "Wegnehmer" nicht als ranghöher ansieht. Dann wird er auch sein Futter oder Spielzeug gegen diese Person verteidigen und da muss ich Socke zustimmen: Überlass ihr erstmal nichts. Keinen Knochen, kein Spielzeug. Nichts, was es sich lohnen würde zu verteidigen. Auch wenn du versuchst für Sissis Verhalten Ausreden und Erklärungen zu finden. Sie hat geknurrt, d. h. sie wollte definitiv nicht einfach nur freundlich den Knochen zurückerobern. Sie hat gedroht! Und das sehr eindeutig, untermalt von einem Scheinangriff (dieses Schnappen nach deiner Tochter). Wäre deine Tochter ein Hund wäre sie in dieser Situation sofort auf Distanz gegangen und hätte unterwürfiges Verhalten gezeigt (sich geduckt, die Schnauze geleckt, evtl. auch gepinkelt). Sowas machen Hunde zum beschwichtigen, Menschen nicht - sollten sie auch in so einem Falle nicht, denn sie sind ja eigentlich ranghöher. Jetzt liegt es an dir, deinem Kind im Rudel eine höhere Stellung einzuräumen als Sissy. Sie muss merken, dass sie das letzte Glied der Kette ist, auch wenns fies klingt. Also keine Privilegien mehr für sie, z. B. auch beim Fressen.