Hallo zusammen,
auch mein Tyras (Labbi-Berner-Sennen-Mix) hat in seiner Jugend alles gefressen, was in seinen Augen/Nase essbar erschien (Katzenkacke, Pferdeäpfel, Taschentücher, Essensreste am Wegesrand, ...); was wir ekelig finden gilt eben nicht für Hunde und schon gar nicht für junge Hunde, die in ihrer oralen Phase stecken.
Mag sein, dass irgendwelche Inhaltsstoffe in den Exkrementen so verführerisch sind, aber das ist ein Mettbrötchen und ne Pizza auf dem Tisch auch, und damit wollte ich mich nicht abgeben. Ergo hab ich Tyras in wirklich mühsamen und konsequenten Lektionen dazu bekommen, nur das zu fressen, was ich ihm gebe. Dazu hab ich ihm erst das "Nein" und dann "Aus"beigebracht und aufgepasst wie ein Schießhund, dass er nichts inhaliert, was er nicht soll (also Erfolgserlebnisse unterbunden). Dazu hab ich ihn auch tagelang aus der Hand gefüttert (wofür er auch immer was machen musste), ihm Leberwurstbrötchen-Fallen gestellt und ihm beigebracht, dass er aus seinem Napf erst dann frisst, wenn er mein OK bekommen hat. Ich kann den Aufschnitt auf dem Tisch liegen lassen und weggehen, Tyras geht nicht dran. Wenn ein Leckerchen runter fällt, lässt er es liegen und schaut mich an, ob er dran darf... Außerdem bekommt er gutes Futter und als belohnung auch mal den abgelaufenen Aufschnitt und Käse... Das war viel Arbeit, aber hat sich m.M.n. gelohnt, weil er im Nebeneffekt auch draussen keinen "Müll" mehr aufsammelt. Betteln tut er zwar heute am Tisch trotzdem, aber nicht sonderlich aufdringlich und man kann ihn wegschicken.
Jedenfalls bin ich froh, dass er diese Phase hinter sich hat und dass das Thema Essen und Fressen entspannter ist als in seiner Jungend (und Labbis sind ja nimmersatte Fressmaschienen

). Ausserdem tut es seinem Körper und besonders seinen Knochen gut, Idealgewicht zu haben.
Wünsche viel Erfolg und viel Geduld
Pete