Salü.
Na wo ich heute doch eh schon wieder dabei bin - mach ich mich doch gleich mal noch unbeliebter
Da widerspreche mal der das die genetischen Anlagen (Rassen, Mischungen) wirklich soooo unerheblich sind.
Ganz klar ist die Prägung, Sozialisierung und Erziehung wesentlich und immer Einzelfall abhängig.
Aber - es gibt zwei Fakten die für eine Klassifizierung von Hunden in sog, *gefährliche* und im Umkehrschluss* ungefährliche* Rassen/Mischungen sprechen.
1. Die durch die Zuchtwahl erzeugten Wesens- und (körperlichen) Dispositionsunterschiede bei Rassen.
Sprich - ein Westi hat zB. a. eine weniger ausgeprägte Neigung zum Hetzen als ein zB. Pit und ZUDEM eine ungeeignetere körperliche Disposition dazu.
Sprich - selbst wenn ein Westi hetzt - sind die Folgen idR. weit weniger weitreichend als täte das der Pit, Stafford, Fila Brasileiro usv, usw. etc.pp.
2. und mMN. wesentlich entscheiderer als Punkt 1. - bestimmte Menschen fühlen sich von bestimmten Rassen geradezu angezogen. Sprich - ( bewusst überspitzt!!!) der Zuhälter von Nebenan wird sich eher selten mit einem Pinscher zieren - sondern sich eher (nicht zwanghaft!) mit einem Mastiff *aufpolieren*.
Damit will ich sagen - es gibt (leider!) Menschen die Hunde als Statussymbol, Selbstverteidigung, Abschreckung etc.pp MISSBRAUCHEN.
Selbst wenn das nur ein kleinerer Teil ist der die besagten Rassen hält - ist es sinnvoll (besonders im Interesse der betroffenen Hunde) die Fähigkeiten und die Eignung zum Halten dieser Rassen, speziell bei dieser kleinen Gruppe von Leuten zu überprüfen.
Versetzt euch mal in die Lage einer Mutter mit (warum auch immer) starker Angst vor Hunden.
Wenn ihr mir jetzt noch erzählen möchtet es wäre kein Unterschied ob ein Westi oder ein Mastiff über den Spielplatz jagt auf dem ihre dreijährige Tochter im Sandkasten spielt - dann kann ich euch nicht mehr nachvollziehen.
Und genau um solche Situationen zu vermeiden / zu minimieren ist ein Sachkundenachweis überaus sinnvoll.
Jeder sportangler muss in Deutschland eine nicht unaufwendige Lehrgangsreihe belegen und dann seine Sachkunde theoretisch und praktisch in einer Prüfung belegen. Nicht zu seinem Wohl - sondern zum Wohle der Fische.
Von daher ist es eh unverständlich das dies nicht JEDER Hundehalter (und Tierhalter allge!) ebenfalls muss - zum Wohle der Tiere. Und - ganz speziell Halter von Hunden welche unstritig überproportional häufig in Beißvorfälle verwickelt sind.
Just my 2 Cents