Re: UNFASSBAR,UNGEHEUERLICH..BITTE UNBEDINGT LESEN !!!
Ich geb Dir recht, Willi. Das ist sicherlich nicht die beste Methode, andererseits kann im Moment auch jedes Wort eines zuviel sein und wieder falsch ausgelegt werden. Ich weiß wirklich nicht, was ich von all dem halten soll.
Ich kann hier auch nur spekulieren, was dahinter steckt. Aber ich will Euch mal erklären, wie das so bei uns abläuft, wenn ein Hund aufgenommen wird:
Dem Team wird ein Notfall gemeldet. Das Team (alles Ehrenamtliche) nimmt Kontakt zum Hundebesitzer auf und klärt alles Mögliche ab - ist der Hund krank, bissig, alt, mag er Katzen, Kinder, andere Hunde.... Dann sucht das Team eine Pflegestelle, die für diesen speziellen Hund geeignet ist.
Wenn alles steht, holt ein BSiN-Mitglied den Hund in der Abgabefamilie ab. Der Hund wird im PKW weitertransportiert. Der Abholer ist verpflichtet, über den Namen der abgebenden Familie, deren Adresse und Lebensumstände UNTER ALLLEN UMSTÄNDEN STILLSCHWEIGEN zu bewahren. Das ist ganz wichtig. Papiere, Impfausweis etc. gehen per Post ans Team.
Der Abholer fährt den Hund bis zu einem bestimmten Punkt. Dort übernimmt ein anderer Fahrer und so weiter, bis der Hund in der Pflegestelle angekommen ist. Die Fahrer spenden ihre Zeit und meist auch den Sprit. Die Pflegefamilie spendet ihre Zeit, ein Dach, Liebe, Erziehung, Futter. Der Verein trägt die Tierarztkosten, die meist erheblich sind.
Eine solche Fahrtkette zu organisieren ist keine leichte Aufgabe. Den Hund zu transportieren manchmal auch nicht. Den Hund aus der abgebenden Famile zu holen, ist in der Regel traurig. Zu sehen, wie er eine neue Familie fiundet und glücklich wird, ist ein unglaublich schönes Erlebnis. Ich habe schon so viele Hundis gefahren und ich freue mich jedes Mal, wenn ich über eine/n davon lese oder sogar Bilder sehen darf.
Ganz ähnlich läuft das sicherlich auch bei RiN ab.
Holt man Hunde aus dem Ausland, ist der Transport um das Vielfache schwieriger, da der Verein ja nicht in jedem Land Mitglieder hat. Wenn es geht, fahren unsere Teammitglieder (grad haben unsere Cheffinnen eine Tour in die Schweiz gemcht - ein unglaublicher Einsatz!) und natürlich auch wir Vereinsmitglieder. Manchmal helfen andere Tierschutzorganisationen vor Ort. Muss man mehrere Hunde transportieren, wird es noch schwieriger: es müssen passende Fahrzeuge beschafft werden, es sollten immer mehrere Leute mitfahren, die sich um die Hunde kümmern und diese versorgen können.
Wenn die Tiere wirklich im Auftrag von Tierschützern transportiert wurden, wird genau hier der Kasus Knacktus sein.
Ich glaube, dass im Fall Nürnberg hier an diesem Punkt etwas entsetzlich schief gegangen sein muss. Achtung, das ist nur Spekulation. Man wollte Hunde retten und jemand vor Ort hat für einen Transport gesorgt, der aber letztlich tierquälerisch war. Und jetzt kommt statt der Transportfirma der Auftraggeber in Verruf.
der Fahrer ist doch wohl zuständig dafür, sich zu kümmern und die Tiere zu versorgen. Und die Firma steckt am Ende Geld ein für Leistungen, die sie nicht erbracht hat und schiebt es auf den Auftraggeber. Wer leidet? die Tiere! und nicht nur die im LKW, sondern auch die, die RiN jetzt nicht mehr retten kann, weil der Ruf hin ist, die Spenden und die Helfer wegbrechen.
Ist alles nur Spekulation.... aber mir ist es irgendwie ein Anliegen, deutlich zu machen, dass die Rassehunde-Notvereine wirklich tolle, engagierte Mitglieder haben, die all das jetzt ganz ganz schwer zurückwirft.
Ich steh auf BSiN. Ich vertraue unserem Team. Da ich selber viel fahre, hab ich auch m.E. eine Position, in der ich denen den Rücken stärken muss. Und wie gesagt, was ich von RiN gesehen habe, hat meine Bewunderung und Unterstützung ebenfalls.
schrieb am 19.02.2010 17:30 Uhr
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