Hundepolitik in Berlin

Ob Tütenspender oder Hundegarten: Das Projektbüro >>stadt&hund<< (www.stadtundhund.de) in Berlin will das Zusammenleben von Mensch und Hund in der Stadt verbessern. Den Anfang von jedem Stadtteil-Projekt macht immer das  leidige Thema Hundehaufen: Leider kommen immer noch zu wenige Hundehalter von alleine auf die Idee, dass stinkende >>Tretminen<< etwas mit ihren geliebten Tieren zu tun haben könnten. Deshalb gehen die Mitarbeiter von Stadt&Hund direkt in die betroffenen Stadtteile.

 

Michael Krockauer von stadt&hund erklärt: „Vor und während einiger Projekte führen wir sogenannte „Kotkartierungen“ durch, d.h. wir nehmen die „Haufendichte“ pro Gehwegabschnitt regelmäßig auf und werten über lange Zeiträume aus, ob sich was verbessert hat. Dies ist für uns wichtig, da der Verschmutzungsgrad ansonsten immer sehr persönlich eingeschätzt wird: Ist man gerade in einen Haufen getreten, verflucht man alle Hunde dieser Stadt. Waren gerade die Straßenkehrer tätig, sieht alles ja gar nicht so schlimm aus ...“

 

Darauf folgt dann meist eine Aufklärungskampagne mit Informations-veranstaltungen und Diskussionsabenden. Dabei werden von beiden Seiten – also von Hundehaltern und Mitbürgern ohne Hund - Ideen gesammelt, wie manches besser gemacht werden könnte. Mit Erfolg! Seit es z.B. die blauen Tütenautomaten gibt, hat sich auch das Haufenproblem in den schon besuchten Stadtteilen messbar verbessert. Und seit 20006 gibt es im Stadtteil Reinickendorf  einen „Hundegarten“ , in dem Hunde auf fest montierten Agility Geräten üben oder fröhlich über das Gelände toben können.

 

Die Folge von so viel Einsatz im Sinne aller Stadtbewohner: Der Dialog zwischen Hundehaltern und Menschen ohne Hund konnte in Stadtteilen, in denen das Projektbüro bisher tätig war, eindeutig verbessert werden. Michael Krockauer: „In nahezu allen unseren Projekten ist bereits nach kurzer Laufzeit eine recht hohe Zufriedenheit und der Eindruck einer Verbesserung der Situation zu verzeichnen. Dies gilt besonders für die Mitbürger ohne Hund!“