Stadthunde.com stellt vor

Hunde-Lobby e.V.

Liest man die aktuellen Medien, so scheint das Verhältnis zwischen Hundefreunden und Hundefeinden speziell in Deutschlands Städten immer weiter auseinanderzudriften. Eine Menge von neutral eingestellten Bürgern steht dazwischen und kann beobachten, wie  - typisch deutsch  - immer mehr reguliert wird. Eine merkwürdige Situation, wo doch immer wieder Statistiken auftauchen und Experten aussagen, wie wichtig der Sozialfaktor „Hund „ gerade in Großstädten ist. Sie vereinfachen die Kommunikation zwischen uns Menschen, ermöglichen Stadtkindern sich im Umgang mit Tieren zu üben und zaubern uns im Alltag ein Lächeln auf die Lippen. Sogar Krankenkassen diskutieren, ob Hundehalter geminderte Beiträge zahlen sollten, da Hunde fit halten.

Eines ist sicher: Ausnahmen gibt es überall! Rasanten Mercedes-Fahrern unterstellt man gern die eingebaute Vorfahrt, dass die Mehrzahl an jedem Zebrastreifen bremst, um ältere Menschen über die Strasse zu lassen, wird gern übersehen. Genauso werden rücksichtslose Hundehalter gern als typische Hundehalter dargestellt, die ihre Hunde ohne Leine über einen Kinderspielplatz toben lassen und den Hundehaufen in der Sandkiste liegen lassen, nachdem in Panik versetzte Kinder eben diese aufgegeben haben und zu ihren Müttern auf die Arme oder auf die nächste Kletterburg geflüchtet sind.

Betrachtet man das Hundegesetz der Hansestadt Hamburg, das in vielen Punkten ein Paradebeispiel dafür ist, wie man die Kluft der Hundefreunde und Hundefeinde weiter auseinander treibt, wundert es nicht, dass sich gerade in Hamburg ein „kleines gallisches Dorf“ formiert hat – die Hunde-Lobby e.V. Die Hunde-Lobby ist ein gemeinnütziger Verein, der sich im Juli 2005 aus mehreren Interessengemeinschaften und Initiativen von Hundefreunden aus verschiedenen Hamburger Stadtteilen gebildet hat, die vorher als loser Verband einzelner Interessensgemeinschaften agiert hat. Interesse ist hier schon das richtige Wort. Das Interesse besteht nicht darin, sich wie das kleine gallische Dorf mit seinen Gegner zu prügeln. Vielmehr ist das erklärte Interesse und Ziel für ein freundliches Miteinander von Mensch und Hund einzutreten.
Wichtig ist an diesem Punkt herauszustellen – und daher hinkt der bei Asterix und Obelix“ entliehene Vergleich etwas – dass die Hunde-Lobby in zwei Richtungen arbeitet. Zum einen setzen sich die ehrenamtlichen Mitglieder gegen die Auswirkungen des Hamburger Hundegesetzes und den damit verbundenen Negativ-Konsequenzen für die artgerechte Hundehaltung ein, zum anderen appelliert die Hunde-Lobby auch ganz klar und unmissverständlich in Richtung Hundehalter, ihre Hunde zu erziehen, niemanden zu belästigen und die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu entfernen.

Es handelt sich also NICHT um einen kleinen Zusammenschluss von Hundehaltern, die mit ihren Hunden die Anarchie proben wollen. Um das Miteinander, die Toleranz und die gegenseitige Rücksichtnahme geht es. Schließlich freuen wir uns auch tagtäglich darüber, wie Hunde uns Menschen unterstützen als Blindenhund, Behindertenbegleithund, Drogenspürhund etc.
Und so klein wie das gallische Dorf ist die Hunde-Lobby auch nicht, denn die mehreren hundert Lobbyisten erhalten sogar prominente Unterstützung (bspw. von Schauspieler Gert Haucke).
Professionell organisiert ist die Hunde-Lobby ebenfalls. Mit Jule Thumser ist vor kurzem eine gestandene Hamburger Journalistin in den Vorstand gewählt worden. Komplettiert wird der Vorstand – bestehend aus 4 Powerfrauen  - durch Hannelore Herrmann, Annegret Ketzler und Manuela C. Jacobi.

Die Stadthunde bemühen sich derzeit um ein Interview mit Frau Thumser, um die Ziele der Hunde-Lobby einmal klar herauszuarbeiten.

Wer sich vorab informieren oder die Hunde-Lobby unterstützen will: Hier geht es zur Hunde-Lobby