Cavaletti Arbeit

Behandlung und Therapie am Vorderlauf
Hilfsmittel: mit und ohne Hürden

 

Die Cavaletti-Arbeit kennen viele Hundebesitzer aus dem Hunde- oder auch Reitsport: Der Hund springt dabei über verschiedene Hürden. Etwas abgewandelt kann die Cavaletti-Arbeit allerdings auch in der Krankengymnastik einen großen Nutzen haben. Als Hilfsmittel benötigt ihr lediglich ein paar Hürden. Die sind mit ein bisschen Phantasie schnell improvisiert – ein Besenstiel und zwei Blumentöpfe reichen beispielsweise völlig aus. Bei der Höhe der Hürde könnt Ihr Euch an dem Vorderlauf Eures Hundes orientieren. Zwischen dem Ellenbogen- und Karpalgelenk eures Hundes ist die richtige Höhe für die Hürde.

 

Ist gar kein Hilfsmittel zur Hand könnt Ihr auch selbst als Hürde dienen. Wie? Ihr setzt euch einfach breitbeinig auf den Boden - und Eure Beine sind die Hürden.

 

Bei der Cavaletti-Arbeit muss sich der Hund sehr konzentrieren, trainiert die Koordination und belastet alle Gliedmaßen gleichmäßig. Da alle Muskeln sehr stark angestrengt werden, sollte man es mit dieser Arbeit nicht übertreiben.

Übung mit Hürde

 

Ablauf: Wenn Ihr mit der Arbeit beginnt, solltet Ihr die Stange schräg auflegen. So fällt es dem Hund leichter über die Stange zu steigen. Jetzt geht Ihr zusammen mit Eurem Hund über die Stange und verwendet ein Kommando (z.B. „Steigen“). Wichtig ist, dass der Hund langsam über die Stange steigt, also die Beine nacheinander hoch anhebt und nicht etwa hüpft. Besonders Hunde, die Hürden bereits aus dem Hundesport kennen, werden automatisch darüber springen wollen. Haltet ein Leckerchen direkt vor seine Nase und führt den Hund langsam über die Stange – die Hand mit dem Leckerchen kann gleichzeitig bremsend wirken. Das so eingeführte Kommando kann Euch dann auch im Alltag zugute kommen, wenn der Hund beispielsweise langsam eine Treppe hinauf steigen soll.

 

Zeit: Am Anfang übt Ihr zunächst mit einer einzelnen Hürde. Weiß Euer Hund sicher, was zu tun ist, könnt Ihr neue Hürden hinzufügen – bis zu fünf hintereinander. Die Stellung der Hürden zueinander kann dabei variieren, damit es nicht langweilig wird. Wie anfangs schon erwähnt, ist die langsame Cavaletti-Arbeit eine starke Muskelbelastung. Daher solltet Ihr immer nur kurze Übungsintervalle mit dem Hund machen, die Ihr nach und nach steigern könnt. Auch die Höhe der Hürden kann nach einiger Zeit variieren. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad noch einmal zusätzlich.

 

 

 

 

Übung ohne Hürde

 

Ablauf: Ihr sitzt mit gespreizten Beinen auf dem Boden. Dann führt Ihr, wie bei der Hürde auch, den Hund über Eure Beine. Dazu könnt Ihr ein Leckerchen verwenden. Auch hier solltet Ihr gleich das jeweilige Kommando mit einbauen. Steigt der Hund langsam über Euer Bein, ohne darauf stehen zu bleiben, bekommt er das Leckerchen. Belohnt Euren Hund viel am Anfang der Cavaletti-Arbeit. Für jedes langsam gesetzte Bein darf er zu Beginn ein Leckerchen bekommen. Das steigert die Motivation und den Spaß an der Muskelarbeit.

 

Zeit: Am Anfang lasst Ihr den Hund nur ein paar Mal über Euer Bein steigen. Die Häufigkeit kann dann variieren. Genauso könnt Ihr auch Euer Bein nach einiger Zeit etwas mehr anheben. So muss der Hund sich mehr konzentrieren und Ihr könnt den Schwierigkeitsgrad steigern.

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