Schritttraining

Behandlung und Therapie am Vorder- und Hinterlauf und Rücken
Hilfsmittel: keine

 

Beim Schritttraining ist es wichtig, dass die Übungen langsam ausgeführt werden. Ziel ist es, dass der Hund langsam die Pfoten beim Laufen abrollt und so die gleichmäßige Wiederbelastung der Gliedmaßen trainiert. Bei dieser Übung wird vor allem die Feinmuskulatur des Hundes belastet.

 

Voraussetzung für diese Übung ist, dass der Hund wirklich langsam geht. Vielen Hunden fällt das sehr schwer. Um das langsame Gehen zu üben, könnt Ihr den Hund locker an die Leine nehmen und seinen Kopf mit einem Leckerchen nach oben locken. Führt das Leckerchen sehr langsam vor der Nase des Hundes her, so dass Ihr, falls nötig, mit der Hand auch als Bremse einwirken könnt. Sollte das langsame Gehen nicht gelingen, bittet im Zweifelsfall einen qualifizierten Hundetrainer um Hilfe.

 

Kurze Übungsintervalle sind hier besonders anzuraten, da sonst der Hund diese Schrittübung durch Schmerzen in der Muskulatur als unangenehm empfindet. Übt den Schritt zunächst auf glattem, ebenem und nicht zu hartem Boden.

 

Das Schritttraining könnt Ihr sehr gut bei Euren täglichen Spaziergängen einbauen. Verschiedene Schrittübungen stellen wir euch im Folgenden vor. Dabei solltet ihr jede Übung mit ein paar Metern Trab auflösen. So lockert sich die Muskulatur des Hundes wieder.

 

 

 

 

 

 

Wechselnder Untergrund

 

Ablauf: Führt die Schrittübung auf wechselndem Untergrund aus. Das heißt von Asphalt auf Wiese, von Waldboden auf Kies, von Matschboden auf Acker.

 

Zeit: Die Übungs-Zeit auf normalem Untergrund ist zunächst nicht mit der Übungs-Zeit auf wechselndem Untergrund zu vergleichen. Macht auch hier kurze Übungsintervalle. Die könnt Ihr dann auf fünf Minuten steigern.
Davor sollte der Hund aber mindesten fünf Minuten Schritt auf normalen Untergrund gehen können.

 

 

 

 

 

Am Hügel oder diagonal (vorwiegend für Vorderlauf)

 

Ablauf: Führt den Hund einen Berg hinab im Schritt. Das fördert die Muskulatur in den Vorderläufen und im Rumpf. Das könnt Ihr auch variieren, indem Ihr im Slalom oder diagonal den Berg hinunter geht. Gerade am Berg solltet Ihr den Hund an der Leine haben. Ansonsten kann er versucht sein, bergab sein Tempo zu steigern.

 

Zeit: Anfangs geht Ihr nur eine Minuten den Berg hinunter. Diese Zeit könnt Ihr dann nach und nach steigern.

 

 

Bergauf (vorwiegend für Hinterlauf)

 

Ablauf: An der Leine führt ihr den Hund im Schritt einen Berg oder Hügel hinauf. Dabei werden vor allem die Hinterläufe und die Bauchmuskulatur trainiert. Genauso wie beim Schritttraining bergab könnt Ihr auch hier Slalom, Zickzack oder Diagonalen einbauen, damit es nicht langweilig wird.

 

Zeit: Steigerung von einer Minute auf maximal fünf Minuten

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