Wo die Hunde-Pfunde herkommen:

Problem erkannt - Problem gebannt?

Wenn es doch immer so einfach wäre. Gerade in Ernährungsfragen ist die Kluft zwischen Erkenntnis und Umsetzung riesig. Dass ein Mix aus ausgewogener Ernährung und viel Bewegung zu Wohlbefinden und Gesundheit führt, dürfte nicht neu sein. Und dass Gleiches natürlich auch für unsere Partner auf vier Pfoten gilt, muss wohl nicht extra betont werden.

 

Muss nicht – sollte aber, und so haben wir hier noch einmal die wichtigsten Grundregeln in Sachen Hunde-Fitness aufgearbeitet:

 

Grund Nummer eins: Überfüttern

 

Wenig verwunderlich - dennoch die Hauptursache für Übergewicht bei Hunden. Auch bei Vierbeinern gilt: Wer mehr Kalorien aufnimmt als verbraucht, wandelt diese in Fett um und legt sichtbare Speicher an. Das addiert sich und führt im Ergebnis zu den berühmten „Pfunden zuviel“.

 

Grund Nummer zwei: Bewegungsmangel

 

Steht hier zwar an zweiter Stelle, beide Gründe bilden aber ein kongeniales Pärchen – logischerweise mit negativen Folgen für den Hund. Wer rastet, rostet eben nicht nur, er setzt auch an. Und wer wenige Kalorien verbraucht, dafür aber umso mehr aufnimmt, nimmt (siehe Grund Nummer eins) zu.

 

Den einen trifft es schwer, den anderen weniger

 

Es gibt gute und schlechte Verwerter – der eine Vierbeiner kann Fressen bis der Napf quietscht, der andere nimmt schon zu, wenn die Futter-Dose geöffnet wird. Bestimmte Hunderassen haben genetisch bedingt eine besondere Neigung zu letzterem Phänomen. Und hier sind einige dieser unglücklichen Kandidaten: Labrador Retriever, Cairn Terrier, Cocker Spaniel, Cavalier King Charles Spaniel, Langhaardackel, Shetland Sheepdog, Basset Hound, Beagle.

 

Je nach Rasse-Zugehörigkeit des eigenen Hundes sollte man daher besonders auf eine wohl dosierte Fressensausgabe achten.

 

Wenn aus kräftig fett wird

 

Natürlich, ein kräftiger Körperbau bedeutet nicht sofort, dass Leid und Krankheit vor der Tür stehen. Und dennoch: Bei Hunden, die regelmäßig mehr Kalorien zu sich  nehmen als sie benötigen, kann es relativ schnell zur sogenannten Fettsucht kommen. Die Regel: Bei 20 % über Idealgewicht gilt ein Vierbeiner als fett und damit gesundheitlich gefährdet. Das Fettsucht-Risiko steigt im Übrigen zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr sowie nach einer Kastration.

 

Eine schlanke Linie macht glücklich

 

Wo beim Menschen oft das Schönheitsideal herhalten muss, kann man sich beim Hund auf den einfachen Grundsatz einigen: Ein schlankes Tier ist ein glückliches Tier. Bei Idealgewicht fällt der tägliche Auslauf leichter, das Toben und Jagen macht wieder Freude. Neben dem puren Glück durch die hohe Aktivität können so auch gewichtsbezogene Probleme, wie Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes, Arthritis und Gelenkschmerzen vermieden werden.

 

Doch egal woher die Hunde-Pfunde beim eigenen Vierbeiner auch kommen, mit tierärztlicher Beratung, einer Ernährungsumstellung und einem Plus an Bewegung kann diesen erfolgreich der Kampf angesagt werden.